Labyrinthe
durchquerend

Kritik von Fernando Llorente
zur Uraufführung 2016 im Rahmen des
II. Internationalen Theaterfestivals
in San Sebastian, Spanien
 
Diario de Santander 11.11.2016

 

 

 

 

 

 

Atravesando
laberintos

Reseña de Fernando Llorente
para el estreno mundial en 2016 dentro de la II. Festivales internacionales de teatro en San Sebastián, España

Diario de Santander 11.11.2016

 

Die drei Schriftsteller und Dramatiker Griselda Gambaro, ehrwürdige und gewürdigte argentinische Erzählerin und Dramatikerin, Ricardo Monti und Walter Becker sind die Autoren von den poetisch intensiven und gleichzeitig schlichten Texten mit einer sichtbaren existenziellen Färbung, mit denen Nanny Fornis und Walter Becker die Performance „Labyrinthe durchquerend“ komponiert haben.

 

 

 

„Labyrinthe“ hatte seine Uraufführung am 4. und 5. November 2016 im Rahmen des II. Internationalen Theaterfestivals "Mujeres que cuentan" im La Teatrería de Abrego in Oruña-Santander in Spanien.

 

 

 

Die zwei weiblichen Personen im Stück erzählen von ihrem eigenen Schicksal, aber auch über ihren gemeinsamen Konflikt (sie sind Mutter und Tochter) durch einen sehr gelungenen und effektiven Dialog sowohl auf Deutsch als auch auf Spanisch, der den Zuschauern ermöglicht der Handlung zu folgen.

 

 

 

Die Begegnung der Frauen, nachdem sie teilweise unterschiedliche Geschichten erlebt hatten, auf einem Friedhof, der mit Geigenkästen als Gräbern dargestellt wurde, ist nicht weniger überraschend.
Es ist als ob beide erwarteten einen Schlüssel zu finden über den Sinn des Lebens. Oder auf eine Erscheinung, die ihnen die Richtung zwischen unzähligen Wegen, zeigen würde.

 

 

 

Die Rolle der Mutter, gespielt von Nanny Fornis, verflucht den Autor, den Spaßvogel - der oft mit fragwürdigem Witz – ihren Lebensverlauf noch nicht zu Ende geschrieben hat.

 

 

 

Nanny Fornis, begleitet von Astor Piazzolla’s Musik, verleiht ihrer Rolle eine gewandte, humorvolle, tiefsinnige, großartige Interpretation auf der Suche nach der Entwicklung ihrer eigenen Geschichte und um den Sinn ihrer Existenz zu finden.

 

 

 

Caroline Aberle gibt der Rolle der Tochter die gleiche Dynamik und gleichzeitig das Rätsel einer fremden Sprache.

 

 

 

Die Autoren der Texte suggerieren, dass im Lebensverlauf der Sinn der Existenz verborgen liegt.
Wenn die Lebensgeschichte eigen ist. In welcher Sprache, wie auch immer.